Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    deine.geliebte

    - mehr Freunde



Letztes Feedback
   13.12.14 00:10
    Votre Article Est Très B
   13.12.14 05:10
    Votre Article Est Très B
   18.12.14 19:24
    Votre Article Est Très B
   19.12.14 01:49
    Votre Article Est Très B
   26.12.14 22:39
    Votre Article Est Très B
   16.05.15 04:53
    [url=http:/www.abercromb


http://myblog.de/plastiktueteimwind

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Morsches Holz

Das Bewusstwerden der eigenen Mortalität ist wohl eine diese Erfahrungen, die man seinen Kindern so unglaublich gern ersparen würde, leider ist es aber nicht möglich. Früher oder später werden sie auf die eine, oder andere Weise, mit dem Tod konfrontiert. Ob es ein Haustier, Verwandter oder Spielgefährte ist. Irgendwann tritt die hässliche Bratze, die Schattenseite des Lebens in's Licht und in das Leben dieses armen Wurms, der mit der Ungerechtigkeit natürlich vollkommen überfordert ist. Eine Weile wird er damit hadern, über kurz oder lang wird es aber wieder aus seinem Bewusstsein verbannt, irgendwohin. Es ist zwar dunkel im Hinterkopf, aber es ist eingesperrt zusammen mit den anderen Erlebnissen und Erfahrungen, über die man lieber nicht nochmal nachdenkt.

So oder so ähnlich läuft es wohl für die meisten Menschen. Was wohl auch gut so ist, die allgegenwärtige Präsenz unserer eigenen Vergänglichkeit ist etwas, dass das Leben durchaus komplizierter gestalten kann. Es fällt einem schwer sich für die üblichen casual Banalitäten zu erwärmen. Sei es Geld, Prestige oder Gesellschaft. Alles scheint irgendwie nicht erstrebenswert, ja gar verachtungswürdig. Schließlich ist es die Geißel unseres Glücks. Wenn nicht ständig auf der Suche nach "Glück" wären, hätten wir vielleicht Zeit tatsächlich glücklich zu sein. So aber rennen wir rund um die Uhr einem Ziel hinterher, das uns, sobald wir es dann erreichen, zu Tode langweilt und augenblicklich fallengelassen wird. Wir unterwerfen uns gesellschaftlicher Moralvorstellungen, weil wir es eben so gelernt haben. Wir quetschen uns in Schuhe, die uns nie so ganz passen wollen, aber man traut sich nicht was zu sagen, die anderen tun es ja auch nicht. Man läuft sich lieber die Ferse blutig, als einmal zu sagen was für ein Mist das doch alles ist. Du kannst in goldenen Schuhen durch die Gegend sehen und niemand sieht dir zu, wenn du hinfällst. Aber wehe dem, der den Mund aufmacht. Maul halten, genormtes Leben hinter dich bringen und gut ist.

Das Leben ist ein Kopfschmerz
und es wird Zeit, dass du ihn spürst.
Hab keine Angst, er ist sehr schnell wieder vorbei.
 
Ich bin jedenfalls einer dieser Menschen, die für das Thema offensichtlich sehr viel mehr Zeit und Gedanken verschwenden, als man allgemein tun sollte. Gerade im Spiegel hab ich gemerkt, dass meine Geheimratsecken doch langsam sehr ausgeprägt sind und ich bin mir relativ sicher, dass ich bis spätestens 30 endgültig mein Haupt kahl scheren kann. Diese simple Tatsache hämmert mir wieder diesen glühenden Nagel des Wissens in's Hirn. Ich alter, ich sterbe. Langsam, aber stetig.
 
Zeitgleich hab ich den Blog eines Menschen entdeckt, der so unglaublich beeindruckend und traurig zugleich ist. Dieser Mensch hat einen tödlichen Hirntumor. Man weiß nicht genau, wie lang er noch hat. Er bloggt über den Verlauf seiner Krankheit, über Einlieferungen in die Psychatrie und all den Kram, der halt so kommt, wenn sich das Leben unwiderruflich in den letzten Stunden/Tagen/Wochen befindet. Ich kann es nicht in Worte fassen, deswegen lass ich das die ZEIT machen.
 
http://www.zeit.de/kultur/2010-12/blog-arbeit-struktur
 
Und hier der direkt Link zum Anfang. Vom Ende.
 
http://www.wolfgang-herrndorf.de/2010/04/daemmerung/
 
 
Dieser Mensch zeigt mir auf eine unbeschreibliche Weise, wieviel mehr ich tun muss. Ich will lesen, all die Bücher die er erwähnte. Ich will bewusst leben, jeden Tag. Ich will schreiben, so viel mehr schreiben. Er hat in wenigen Wochen einen ganzen Roman rausgehaun, arbeitet schon am Nächsten. Ich will, dass mein Leben einen Sinn hat, wenn das Leben dieses unglaublichen Menschen so enden muss. Für ihn mitleben. Ihn weiterleben lassen, auch wenn seine menschliche Hülle von ihm abfällt. Sein Geist soll bleiben.
Und ich scheiß auf Pathos, es ist einfach Leben.
 

15.12.10 03:10
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung