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My body is a drum machine.

Mit Sehnsucht blick ich zurück auf die Tage meiner Jugend. Die Zeit in der es noch so viel neues, aufregendes zu entdecken gab. Diverse "erste Male", begleitet von der Festigung des eigenen Charakters auf Grund äußerer Umstände und sozialen Umgangs. Damals gab es eine Phase wo ich mit verdammt individuell und wichtig gefühlt habe. Ich wollte immer mit dem Kopf durch die Wand und war aus Prinzip dagegen, einfach nur weil ich es konnte. "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom" und all so ein Quatsch.

Los färb dir die Haare, kämm sie dir zum Iro und auf einmal gehörst du dazu, zum Kreis der Besonderen. Rückblickend betrachtet, waren wir wohl nur besonders dämlich. Heute bin ich mir schmerzlich bewusst, welch Ironie sich hinter solcher Gebaren verbirgt. Ich wollte dazu gehören. Ein pseudo-Rebell um endlich sowas wie Zugehörigkeit zu fühlen. Das Ganze hatte immer einen faden Beigeschmack, ich glaub tief im Innern war mir schon damals klar, wie dümmlich das doch ist. Heutzutage schäm ich mich. Ich hab so viel Zeit meines Lebens darauf verschwendet, individuell zu wirken. Ganz genau wie all die anderen Idioten.

Diese naive Unschuld wünsch ich mir zurück. Wirklich was gelernt hab ich nämlich nicht. Nach wie vor suche ich meinen Pfad der Individualität. Nur halt immer mit dem Bewusstsein, wie sinnlos das Ganze doch ist. Egal was ich tue, irgendjemand tat es vor mir.

Aber noch viel ekelhafter ist die Erkenntnis, dass ich mich gar nicht so sehr von meinen tollen Feindbildern differenziere. All die Dinge die ich früher verurteilt habe, kann ich heute nachvollziehen. Es gibt wenig bis gar nichts, das ich wirklich mit vollem Herzen verachten kann, weil ich mich irgendwo wiedererkenne.

Natürlich werd ich niemals etwas von Ed Hardy tragen. Natürlich werd ich mir niemals eine Cappie aufsetzen und schon gar nicht so, dass es scheint sie würde auf meinem Kopf schweben. Verdammt solche Menschen lösen in mir einen Hass aus, es ist unglaublich.

Aber vielleicht heirate ich echt irgendwann, setze ein paar Kinder in die Welt und führe eine Ehe die über kurz oder lang nur noch eine Gemeinsamkeit mit meiner Partnerin zulässt: Der gegenseitig Hass gemischt mit einer Prise Lethargie, eine Spur Endgültigkeit verfeinert mit dem Wissen, dass es besser als nichts ist. Dabei wird sie es niemals schaffen mich so sehr zu hassen, wie ich selbst es tue.

1.3.11 01:13
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


renier / Website (1.3.11 06:34)
finde dich sehr süß ...


zillie / Website (1.3.11 19:14)
Was ist eigentlich so schlimm daran, genauso zu sein wie die anderen, "normal" zu sein, unspektakulär, alltäglich? Was bringt es uns, besser zu sein als andere, der Erste, der Beste, der Schnellste, der Außergewöhnlichste, der Rebellischste? Damit andere sagen: Schau den an... wow, ist der toll.. ? Brauchen wir das, um es selbst glauben zu können?
Und wenn es denn wirklich so wäre ... würden wir dann nicht genau das Gegenteil dessen erreichen, was wir auch anstreben... dazuzugehören.. genauso zu sein wie andere, um unsere Verbundenheit mit ihnen zu spüren?


(2.3.11 23:15)
Wenn du anders sein willst als andere, dann sei doch einfach du selbst. Denn kein Mensch ist wie der Andere.

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